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Martin Leuze

Vita Martin Leuze

Martin Leuze *1977 is a Berlin based photographer focused on abstract architecture. His goal for the next years to come is to create a atlas of abstract architecture of 20 cities featured worldwide. His work so far was present in several group and solo exhibitions nationally and internationally.

www.martinleuze.de
www.facebook.com/leuzephotography


„DIE SCHÖNHEIT DES UNSCHEINBAREN - ABSTRAKTE STADTLANDSCHAFTEN“


Die Dokumentation und Portraitierung von Städten oder Gebäuden hat in der Malerei eine jahrhundertealte Tradition. Der Berliner Fotograf Martin Leuze transportiert dieses Genre in´s Hier und Jetzt. Er konzentriert sich dabei auf den Lebensraum moderner Großstädte.

Das Projekt „Berlin - Tokio: eine abstrakte Bestandsaufnahme“ konzentriert sich auf die Architektur dieser zwei Metropolen, die geprägt ist von flächendeckender Zerstörung während dem zweiten Weltkrieg und der daraus hervorgehenden gemeinsamen Geschichte des Wiederaufbaus.

Berlin wurde zum Spielplatz für Künstler, Musiker und alternative Lebensstile. Tokio wiederum ist heute eine führende Metropole in Handel, Design und Technologie.

Während deutsches Baurecht geprägt ist von Normen und dem Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild überrascht in Tokio die überraschende Willkür und Eigenheit der Häuser, bezüglich Materialien, Farbe, Geschossflächenzahl, Breite und Größe der Gebäude. Aber auch Berlin hat durch die unterschiedlichen architektonischen Ansätze in Ost und West und der anhaltenden Bauwut seit der Wiedervereinigung eine beeindruckende architektonische Vielfalt entwickelt.

Für Martin Leuze sind Großstädte im Allgemeinen wie riesige begehbare Galerien, voller beeindruckender Strukturen und Formen und zufälliger, flüchtiger Arrangements aus Architektur, Licht und Schatten.

Der moderne Mensch hastet meistens möglichst schnell von A nach B durch sein
bekanntes Umfeld und übersieht dabei leicht das visuelle Potential, das im Banalen und Unspektakulären um uns herum versteckt ist. Nach Meinung Leuze´s verdient die Stadt aber hin und wieder eine genauere Betrachtung; ein Hinschauen auf Strukturen und Formen und vor allem auch ein Innehalten, wenn etwas aus dem Augenwinkel heraus unsere Aufmerksamkeit erregt.

Martin Leuze versucht in seinen Arbeiten, diese Momente und Ausschnitte aus der Masse herauszuheben; eine ästhetisch-visuelle Interpretation und Dokumentation des urbanen, architektonischen Lebensraumes.

Seine Bildwelten bewegen sich dabei überwiegend in geometrischen, meist
menschenleeren und stark reduzierten Ausschnitten. Er versucht dabei gängige
Sichtweisen zu brechen und ein Neufokussieren auf das vermeintlich Unscheinbare; ein visuell entschleunigter Gegenentwurf zur allgegenwärtigen medialen Bilderflut unserer modernen Gesellschaft.

Das Projekt „BERLIN - TOKIO: eine abstrakte Bestandsaufnahme“ ist Teil dieses
Langzeitprojektes und interpretiert diese beiden Metropolen durch Ausschnitte
vermeintlicher Banalitäten innerhalb des urbanen Lebensraums und führt sie so
zueinander.

In den Bildpaaren treten beide Städte in einen visuellen Dialog miteinander. Dieser geht der Frage nach, in wie weit sich, durch die fotografische Reduktion, komplett unterschiedliche kulturelle und geografische Lebensräume einander annähern und ob die Unterschiede beider Kulturkreise - zumindest visuell - negiert werden.

Somit dreht sich diese globale Projekt für Leuze auch darum, weltweit visuelle
Gemeinsamkeiten zu entdecken und diese durch seine verbindende Bildsprache in einem einheitlichen Kontext zusammenzuführen.

In English
“THE BEAUTY OF THE UNIMPOSING - ABSTRACT CITYSCAPES”

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